Wissenschaft und Weisheit der Träume

Träume sind faszinierend und haben etwas Geheimnisvolles an sich, weil sie oft verschlüsselte oder versteckte Botschaften enthalten und in Bildern und Symbolen zu uns sprechen. Genau darin liegt ihr Reiz begründet. Denn wer die Welt der Träume für sich entdeckt und erschließt, erhält oft wertvolle Botschaften und Impulse für das eigene Leben. Wissenschaftler, Psychologen und insbesondere Psychoanalytiker erforschten verschiedene Aspekte von Träumen und ihre Wirkung auf das Wohlbefinden. Zahlreiche Studien belegen die unterschiedlichen Funktionen des Träumens. Träume haben demnach eine bereinigende Wirkung und helfen uns dabei Tagesereignisse und Gefühle zu verarbeiten und bewältigen, und tragen auf diese Weise zum psychischen Gleichgewicht bei. Darüber hinaus betrachten Psychologen Träume als Schlüssel zum Unterbewusstsein und als wertvolles  Instrument für den Wachstumsprozess und die Persönlichkeitsbildung.

Psychologie der Träume

In der Tiefenpsychologie wurde die Traumanalyse eines der wichtigsten Mittel um unbewusste Inhalte zu erforschen und sie in das eigene Leben zu integrieren. Sigmund Freud, Begründer der Psychoanalyse, bereitete den Weg für die vermehrte Traumdeutung in der Psychologie. Danach entstanden unterschiedliche Deutungskonzepte, wie beispielsweise von Carl Gustav Jung . Im engen Zusammenhang mit der Traumdeutung steht das Tagebuchschreiben, so verwendete Ira Progoff  die Traumarbeit ebenfalls in seinem Intensivtagebuchkonzept.

Traumarbeit und Tagebuch

Träume bereichern unser Leben, fördern unsere Kreativität und enthalten wichtige Botschaften, sie sind  daher wertvolle Geschenke des Unterbewusstseins und unterstützen unseren Entwicklungsprozess. Der kreative Umgang mit Träumen braucht jedoch ein wenig Übung und Zeit. Wer sich mit seinen Träumen beschäftigen möchte, tut gut daran diese zunächst in ein Traumtagebuch zu notieren. Es gibt viele schön gestaltete Traumtagebücher auf dem Markt, andererseits reicht ein einfaches Heft oder Schreibbuch ebenso. In das normale Tagebuch gehen die Träume etwas unter und Sie müssten öfters herum blättern um einzelne Träume wieder zu finden, deshalb empfehle ich ein gesondertes Buch für die Traumarbeit. Zunächst sollten Sie jeden Traum möglichst im Detail notieren und mit Datum und passender Überschrift versehen. Schreiben Sie eine kurze Zusammenfassung von Ihrem Traum und versuchen dann sich an folgende Einzelheiten zu erinnern:

Personen:                                                                                                                                                                                                                         Ort:                                                                                                                                                                                                                         Tätigkeit:                                                                                                                        Gegenstände:                                                                              Farben,                                                                                                                                                                                                                   Symbole:                                                                                                                                                                                                             Besonderheiten:

Überlegen Sie die Kernaussage oder das wesentliche Merkmal von Ihrem Traum. Stellen Sie sich zum Traum gezielte Fragen:

  • Um was für einen Traum handelt es sich?
  • Wer ist die Hauptperson?
  • Gibt es Widersprüche oder Konflikte?
  • Widerholen sich Erlebnisse?
  • Welche Gefühle spielen eine Rolle?
  • Wird ein Ziel angestrebt?
  • An wen oder was erinnert der Traum?

Manchmal ist es recht schwer oder mühsam einzelne Träume zu deuten. Andere Trauminhalte erschließen sich wieder problemlos. Bei der Traumarbeit lohnt es sich zunächst auf das eigene Gefühl und die Intuition zu vertrauen. Bevor Sie also in einem Traumlexikon nach der Bedeutung von Traumsymbolen nachschlagen, schreiben Sie zunächst auf, was Ihnen spontan dazu einfällt. Denn Symbole müssen stets im Gesamtzusammenhang des Traumes gesehen werden und die momentane Situation des Träumers beachtet werden. Und selbst wenn manche Traumlexika oder andere Menschen uns bei der Traumdeutung einige Impulse liefern können, kann jeder letztlich nur selbst seine Träume deuten und für sich nutzen.

Kategorie: Tagebuch  Tags: ,
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5 Kommentare
  1. […] Nummer eins lautet: Führen Sie ein Traumtagebuch! Dazu legen Sie sich am besten neben Ihrem Bett Zettel und Stift bereit, sodass Restbruchstücke […]

  2. […] vor dem Einschlafen immer und immer wieder zu sagen, dass man in Kürze einschlafen wird. Auch ein Traumtagebuch kann hilfreich sein. Dort trägt man jeden Morgen oder auch schon während des […]

  3. susanne V sagt:

    Auf ein Traumlexikon würde ich verzichten. Man kann nicht Träume nach einem Rezept deuten, so wie man eine Speise nach einem Rezept in einem Kochbuch kocht.

    Wer sich Träume merken möchte sollte vor allem nicht gleich an irgendwelche Probleme denken, oder daran was er alles erledigen muss. Also den Wecker so einstellen dass er früher läutet, noch etwas dahin dösen und wenn es geht einen zweiten hinstellen der einen dann aus dem Traum heraus aufweckt.

  4. Helen sagt:

    Hallo Susanne,
    vielen Dank für deinen Beitrag. Jeder Traum muss stets individuell gedeutet werden, das sehe ich genauso. Dennoch tauchen gewisse Symbole immer wieder in Träumen auf. Ein Traumlexikon kann dabei lediglich erste Hinweise liefern für die persönliche Deutung.
    Freundliche Grüße
    Helen

  5. Traumbox sagt:

    Hallo!
    Wenne es um Träume geht kann ich nur Traumbox.net empfehlen, dort sind viele interessante Träume eingetragen, natürlich kann man dort auch seine eigene Träume deuten und kommentieren lassen.

    Grüße euer Träumer

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